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«Sexy Franz» fährt nun nach Afrika
Das alte, vom Kiwanis Club gespendete Tixi-Auto wurde ersetzt. Jetzt dient es dem Kampf gegen die Armut.
Anlässlich des 25. Jubiläums im Jahre 2000 stiftete der Kiwanis Club Zug (KC Zug) dem Verein Tixi-Behindertentransport Zug einen Ford Transit mit Hebebühne mit Platz für zwei Rollstühle und zusätzlich fünf Sitzplätzen.
Während der letzten 8 Jahre versah dieses Fahrzeug seinen Dienst zur vollen Zufriedenheit von Tixi: Fast 300 000 Kilometer hat es im Fahrdienst für mobilitätsbehinderte Mitmenschen hinter sich gebracht - betreut und gewartet vom Kiwanis-Mitglied Franz Hotz.
Von weitem erkannt
Da dieser Ford die Nummer 6 und den Namen des Betreuers trug, war er bei den Fahrgästen sofort unter dem Namen «Sexy Franz» bekannt. Auch blinde Fahrgäste erkannten dieses Tixi schon von weitem am Geräusch und begrüssten den Fahrer jeweils mit «Gälletsi, Sie sind mit em ‹Sexy Franz› cho?» Nun wäre wieder ein Vorführtermin bei der Motorfahrzeugkontrolle fällig gewesen. Aber es zeigte sich, dass der Ford nur noch mit grossen Investitionen durchgekommen wäre. Schweren Herzens entschied die Geschäftsleitung von Tixi, das Auto auszumustern.
Kleineren Ersatz beschafft
Unter dem Präsidium von Markus Grüring beschloss der KC Zug die Wiederanschaffung eines neuen Fahrzeuges. Gefragt war ein kleineres Modell, und so übernahm der KC Zug die Finanzierung eines VW Caddy, ausgerüstet mit einem Rollstuhlplatz und drei Sitzplätzen. Doch was soll mit dem ausgemusterten Fahrzeug passieren?
Weiterhin im Dienst
Auch da ergab sich eine sehr sinnvolle Lösung: Franziska, die Tochter des KC-Mitgliedes Othmar Müller, ist seit bald zehn Jahren in Burkina Faso (Zentralafrika) ansässig. Sie ist mit einem Einheimischen verheiratet und kennt die Sorgen und Nöte der Bevölkerung aus nächster Nähe. Sie möchte im Kampf gegen die Armut der Bevölkerung aufzeigen, wie die natürlichen Ressourcen nachhaltig genutzt werden können, beispielsweise durch Wiederaufforstung, Nutzung der Sonnenenergie, Produktion und Weiterverarbeitung von einheimischen Produkten wie Seife, Farben, Honig und Ähnlichem. Für den Transport der weit verstreut wohnenden Frauen und Männer zum Ausbildungsort braucht es ein Fahrzeug, das dank der Hebebühne auch von Behinderten benützt werden kann. Auch da ist der KC Zug eingesprungen: Er übernimmt die Kosten der nötigsten Reparaturen und die Überführung des «Sexy Franz» nach Afrika und gewährleistet damit einen sinnvollen Transportdienst im Kampf gegen die Armut.
Quelle: Neue Luzerner Zeitung vom 17. März 2008
Der ausgemusterte «Sexy Franz»
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